Insulaner unner sück 2020 auf Norderney - 6.-8. März 2020

Programm 2020 Borkum Juist Norderney Baltrum Langeoog Spiekeroog Wangerooge Login
Init

Zehn im Watt

Gegründet haben wir unser wetterfestes Tiefblech-Ensemble, um ein einziges Lied zu blasen: Es löscht das Meer die Sonne aus. Friedrich Silchers Schifferlied. Stilecht haben wir es vor etwa einigen Jahren am Norderneyer Strand stehend in Gummistiefeln musiziert. Das Gesicht unserer Insel zugewandt und gleichzeitig einen freundlichen Gruß zu den Nachbarn geschickt. Inzwischen haben wir unter Tränen ein kleines Rahmenprogramm zusammengebastelt. Auf Langeoog, Wangerooge, Spiekeroog und Juist durften wir das sogar auf der Bühne spielen. (Die Juister hatten aus den Erfahrungen der Vergangenheit gelernt und extra wegen uns das Event nach draußen verlegt.) Es war ein schönes Gefühl, achteraus eine solide Wand und vorne ein kundiges Publikum zu haben, das freundlich lacht und kräftig singt. Wir wollen auch weiterhin für Verwirrung sorgen und freuen uns sehr auf unseren jährlichen Auftritt.

Unsere derzeitige Besetzung besteht aus etwa 6 handverlesenen Musikantinnen und Musikanten. Davon konnten im März 2016 sogar ein oder zwei noch ein Instrument bedienen. Leider haben wir seitdem nicht mehr geübt.

Und aus den Erfahrungen der letzten Jahre haben wir kein Fitzelchen gerlernt: Auch in Zukunft werden wir unsere Musikshow weiterhin durch Tanz und Gesang verhunzen lassen! - Falls wir Leute finden, die sich dafür hergeben.

Januar 2017: Ein erfreuliches Upgrade ist uns teilhaftig geworden. Da unser Bläser der ersten Stimme (das bin ich) immer so viel Blödsinn macht und sich nicht aufs Rumhupen konzentriert, haben wir Ria auf ein Mellophon angelernt. Das ging schnell, denn das Ding hat drei Ventile und ein Loch zum Reinpusten. So wie das Flügelhorn, das Ria aber bei uns nicht spielen darf. Jetzt kann man die Welthits, die wir zum Allerwertesten geben, vielleicht noch schneller erkennen, als in den vergangenen Jahren.

Und noch ein Neuzugang im August 2017: Hanna bläst Posaune und hat nur eine sehr kleine Wohnung. Dafür hat sie nun nette Gesellschaft, mit der sie IN UNSERER KÜCHE die schlechte Luft in Wohlklang verwandeln kann. Hanna ist, so wie wir alle, sehr nett. Sie ist auch viel jünger als der Jüngste von dem ganzen Rest. Wir dürfen sie aber nicht adoptieren, weil wir dabei eine Generation überspringen würden.

In der letzten Zusammenkunft habe ich den Vorschlag gemacht, unsere Treffen "Übungsabend" zu nennen. Dieser Vorschlag wurde nach einer Begriffsklärung zunächst einmal abgelehnt. Vielleicht werden wir uns jetzt auflösen müssen!!!

Februar 2018: Seit August haben wir uns zum ersten Mal wieder getroffen. Noch ein neues Gesicht. Der Mann mit dem Gesicht sagt, er hieße Bernd und eigentlich müssten wir ihn kennen, weil er schon bei drei IUS dabeigewesen sei. Wir müssen uns mal die alten Fotos anschauen! Ria spielt jetzt nicht mehr Mellophon. Das zu buchstabieren war einfach zu nervig. Leider habe ich vergessen, was sie jetzt spielen will. Anfang März treffen wir uns noch mal in lockerer Runde. Mit Instrumenten wahrscheinlich. Dieses "Ü-Wort" darf ich jedenfalls nicht mehr erwähnen.

Es gab übrigens einige überraschte Gesichter, als ich gesagt habe, dass wir bei IUS angemeldet sind. Die Kombo denkt, wir fahren wieder nach Spiekeroog, weil das da so gemütlich war. Na, das wird lustig. Für den bunten Abend überlegen wir uns wohl noch etwas: Vielleicht singen wir ein bisschen oder tanzen im Kreis. Wir könnten auch erklären, wie unsere Hupen heißen. Meine nenne ich liebevoll "Kröte". Irgendwas wird uns schon einfallen. Wir sind gespannt, was es diesmal wieder wird.

Ende Februar: Es wird knapp. Heute wurden wir von einer wirklich renomierten Zeitung über unsere Pläne wegen IUS befragt (Lustig: Pläne?), wie groß unser Repertoire ist (zwei Stücke) und wie viele Liedlein wir denn in den zehn Minuten runterhupen wollen (vier). In der nächsten Woche denken wir ernsthaft über das schließen der Versorgungslücke nach. Vielleicht springt ja auch eine andere Kapelle für uns ein?! Es könnte auch sein, dass wir uns auf unserer Versammlung wieder einmal heftig streiten, denn ich habe Noten besorgt. Und nur drei Kästen Bier.

Dezember 2018: Von wegen "besinnlicher Advent"! Wir waren so schön im Winterschlaf. Unsere Hupen haben wir entweder eingemottet, verliehen oder zum Entrosten in einen Fachbetrieb geschickt. Und dann üben die forschen Fleitjes unvermittelt Druck auf unser beschauliches Leben aus. Dürfen die das überhaupt? Darüber müssen wir in unserer Gruppe intensiv diskutieren. Wir haben auch schon ein Wochenende im März 2019 dafür ausgesucht. Die können was erleben, die Fleitjes. So nicht!

Anfang Januar 2019, es ist kalt und alle haben Angst! Wir haben diese Angelehenheit nun besprochen und sind zu einem sehr beunruhigenden Ergebnis gekommen: Zwei Mitglieder unserer, ... äh, Kapelle ... haben noch ihre eigenen Instrumente, ein Instrument konnte aus dem Bademuseum zurückentliehen werden und das örtliche Pfandhaus hat zwei Hupen unter der Bedingung herausgerückt, das wir nie wieder öffentlich auf Norderney "musizieren" würden. Läuft! Jetzt fehlt nur noch ein Instrument für mich. Ich kann mich einfach nicht mehr daran erinnern, in welcher Kneipe ich es - nur so aus Scheiß - in der Herrentoilette installiert habe. Wahrscheinlich sind wir jetzt so etwas wie spielfähig.

16. Januar: Welcher Hirni hat uns denn angemeldet!

20. Januar: Alles wird gut. - Sehr gut sogar. Bernd, unser Baritionträger, hat von einem guten Freund eine ziemliche Ladung Polenböller geschenkt bekommen. Er hat sich aber nicht getraut, die Silvester abrauchen zu lassen. Nun ist unsere Pyroshow, die auf Juist ja ein Opfer der Witterung wurde, gesichert. Alle Ballermänner tragen ein vertrauenerweckendes Totenkopflogo und sind in Plastikfolie verpackt. Auf dem dicksten Paket steht "C4". Das klingt richtig nach Musik.

20. Januar, 20.18 Uhr: Bernd kann vielleicht nicht mitkommen, weil er komplett taub ist. (Das muss aber nicht unbedingt ein Nachteil sein, finde ich.) Er hat dieses "C4" Zeugs zum Glück draußen ausprobiert. Nicht so schlimm, das Kurhaus sollte ja sowieso abgerissen werden.

Im Alten Norderneyer Brauhaus haben wir uns mit der "Band" rein zufällig getroffen. Alle hatten völlig verpennt, dass wir uns zum ... verabredet hatten. Beim Getränk hatten wir wieder einmal eine großartige Idee. Mit Bernd mussten wir an dem Abend noch über ein Koversationsheftlein kommunizieren. Er meint, das hohe Pfeifen in den Ohren wäre thematisch schon eine gute Einstimmung auf das Orga-Team auf Baltrum und daher als ein gutes Zeichen zu werten.  

Mit unserer Musikveranstaltung scheint es nicht so richtig rund zu laufen: Instrumente weg oder kaputt. -  Üben vergessen. - Bernd ist taub. - Wir finden keine Noten, die unser Niveau haben. Also lassen wir den ganzen artifiziellen Scheiß und vertrauen auf zusammengerechnet etwa 500 Jahre Bühnenerfahrung (Wollfgang 53, Martin 45, Bernd 42, Hanna 21, Verena 372, Ria 800). Wir stellen uns auf die Bretter, die die Welt bedeuten und folgen einfach unserer Intuition. - Was für eine Erleichterung!

Ende Februar. Toll: Die Fleitjes haben um einen Wunschzettel gebeten. Wir wünschen uns sechs dufte Typen, die unsere Tröten bedienen und 50l Freibier. Auch für uns. Das wird diesmal wirklich klasse!

Kontakt

Martin Pape
Kirchstraße 13
26548 Norderney
Telefon: 0172 2766392
Mail: martin-pape@gmx.de

 
Insulaner unner sück-Teilnehmer von Norderney


Impressum